Evolution Design entwirft RTL-Audio-Center Berlin

Das im Janu­ar 2021 fer­tig­ge­stell­te RTL-Audio-Cen­ter Ber­lin wur­de vom Schwei­zer Archi­tek­tur­bü­ro Evo­lu­ti­on Design ent­wor­fen. Das Inte­ri­eur bie­tet eine Rei­se in die Welt des Audio-Enter­tain­ment, rund um Musik, Nach­rich­ten, Unter­hal­tung und Events.

Der Empfang des RTL-Audio-Center Berlin in den Farben des Senders. Abbildung: Sebastian Dörken/Max Schroeder
Der Emp­fang des RTL-Audio-Cen­ter Ber­lin in den Far­ben des Sen­ders. Abbil­dung: Seba­sti­an Dörken/Max Schroe­der

Natür­lich spielt auch die Stadt Ber­lin in den Räu­men eine wich­ti­ge Rol­le, deren rau­es wie hip­pes Image sich in der Gestal­tung der Innen­räu­me wider­spie­gelt. Im Fokus stand die Umge­stal­tung der Radio- und Audio­pro­duk­ti­on und damit der Ent­wurf eines neu­en, tech­nisch fort­schritt­li­chen Hubs, der Mit­ar­bei­ter und Besu­cher glei­cher­mas­sen moti­viert und inspi­riert.

Viel Platz für die Mitarbeiter

Das 2‘700 m2 gros­se Büro bie­tet Platz für fast 200 Mit­ar­bei­ter. Der öffent­li­che Bereich der Rezep­ti­on dient dabei als Ein­stiegs­punkt in die Welt von RTL, soll die Besu­cher über­ra­schen und beein­drucken sowie einen ersten Ein­blick in die Funk­ti­ons­wei­se eines Audio­stand­orts geben. Der Emp­fangs­tre­sen ist mit ver­ti­ka­len Lamel­len und Leuch­ten in Form von Mikro­fo­nen deko­riert, die an eine Schall­wel­le erin­nern. Vor dem Emp­fang befin­det sich die Wall of Fame – eine Aus­stel­lung der gol­de­nen Schall­plat­ten und ande­rer Aus­zeich­nun­gen des Sen­ders. Die dar­an angren­zen­de Besu­cher­lounge wur­de als inter­ak­ti­ves Erleb­nis gestal­tet: Sie zeigt eine künst­li­che Back­stein­mau­er, die von Pink Floyds Album „The Wall“ inspi­riert wur­de und Platz für Medi­en­bild­schir­me und wei­te­re Tro­phä­en bie­tet.

Das Herzstück der gesamten Fläche ist ein als Loft konzipierter halböffentlicher Raum. Abbildung: Sebastian Dörken/Max Schroeder
Das Herz­stück der gesam­ten Flä­che ist ein als Loft kon­zi­pier­ter halb­öf­fent­li­cher Raum. Abbil­dung: Seba­sti­an Dörken/Max Schroe­der

Das Herzstück der Fläche des Radiosenders

Eine voll­stän­dig ver­gla­ste Wand öff­net den Blick in den IT-Raum, wo die Audio-Auf­nah­men auf­ge­zeich­net und gespei­chert wer­den. Der Raum ist kunst­voll beleuch­tet und sticht als visu­el­les High­light her­vor. Das Herz­stück der gesam­ten Flä­che ist ein als Loft kon­zi­pier­ter halb­öf­fent­li­cher Raum, der Mit­ar­bei­ter, Gäste und Musi­ker dazu ein­lädt, sich zu tref­fen und zu kom­mu­ni­zie­ren. In des­sen Mit­te befin­det sich eine exklu­siv aus­ge­stat­te­te Büh­ne, wel­che für Inhou­se-Kon­zer­te, oft mit Betei­li­gung deut­scher Musi­ker, genutzt wer­den kann.

Ste­fan Camenzind, Exe­cu­ti­ve Direc­tor von Evo­lu­ti­on Design erklärt: „Die Gestal­tung des RTL-Audio-Cen­ters in Ber­lin bot eine gross­ar­ti­ge Gele­gen­heit, Inhal­te zu visua­li­sie­ren, die Men­schen nor­ma­ler­wei­se nur gehört haben. Wenn Besu­cher die­sen Raum betre­ten, kön­nen sie erle­ben, wie Klang, Musik und Audio in einen phy­si­schen Raum trans­for­miert wur­den. Das RTL-Audio-Cen­ter ist eine Visua­li­sie­rung der Audio-Unter­hal­tung; hier wur­de der Ton in Zie­gel und Mör­tel umge­setzt.“

Die kleinen Besprechungsräume ermöglichen den ungestörten Austausch der Mitarbeiter. Abbildung: Sebastian Dörken/Max Schroeder
Die klei­nen Bespre­chungs­räu­me ermög­li­chen den unge­stör­ten Aus­tausch der Mit­ar­bei­ter. Abbil­dung: Seba­sti­an Dörken/Max Schroe­der

Reise in die Welt der Musik

Die Gestal­tung des gesam­ten Rau­mes ist durch einen roten Faden ver­bun­den: die­ser sym­bo­li­siert eine Rei­se in die Welt der Musik. Desi­gn­ob­jek­te wie spe­zi­el­le Neon­lam­pen, Wand­gra­fi­ken oder Möbel­stücke – alles im Rot des Sen­ders gehal­ten – zie­hen sich wie ein Band durch sämt­li­che Räum­lich­kei­ten. Der unver­wech­sel­ba­re Cha­rak­ter des Audio­stand­orts wird durch visu­el­le Bezü­ge zu Ber­lins bekann­tem Stadt­le­ben noch ver­stärkt: Sit­zungs­zim­mer, gestal­tet als berühm­te Ber­li­ner Knei­pe, gemüt­li­che WGs oder grü­ne Park­an­la­gen, sind eine Hom­mage an die iko­ni­sche Gross­stadt.

Zentraler Meetingraum und offene Arbeitsflächen. Abbildung: Sebastian Dörken/Max Schroeder
Zen­tra­ler Mee­ting­raum und offe­ne Arbeits­flä­chen. Abbil­dung: Seba­sti­an Dörken/Max Schroe­der

Urbaner Touch und grünes Leben

Um ein loftar­ti­ges Inte­ri­eur zu schaf­fen, wur­den Ober­flä­chen aus Metall und Holz neben Glas­wän­den, per­fo­rier­ten Wand­ver­klei­dun­gen und bun­ten Graf­fi­tis ver­wen­det. Zudem sor­gen Hand­läu­fe aus der Ber­li­ner U-Bahn für einen urba­nen Touch. Die mar­kan­te Beleuch­tung aus eigens kre­ierten Lam­pen, die Mikro­fo­nen glei­chen und einer Decken­kon­struk­ti­on, bei der Son­nen­strah­len durch Baum­wip­fel schim­mern, erin­nern sowohl an die Musik­in­du­strie als auch an das grü­ne Leben in der Stadt.

Für Meetings mit grünem Touch. Abbildung: Sebastian Dörken/Max Schroeder
Für Mee­tings mit grü­nem Touch. Abbil­dung: Seba­sti­an Dörken/Max Schroe­der

Herausforderung bei der Gestaltung der RTL-Zentrale

Das Pro­jekt stand vor zwei zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen. Zum einen erfor­der­ten die Pro­duk­ti­ons- und Sen­de­stu­di­os eine spe­zi­el­le Kon­struk­ti­on aus dicken, in Win­keln zuein­an­der ange­ord­ne­ten Gips­wän­den in Kom­bi­na­ti­on mit schräg geneig­ten Innen­ver­gla­sun­gen, um eine opti­ma­le Klang­um­ge­bung zu erzie­len. Zum ande­ren galt es, Innen­räu­me zu schaf­fen, wel­che die Ener­gie der Musik­in­du­strie wie­der­ge­ben, jedoch eine Zeit­lo­sig­keit gewähr­lei­sten, um den Musik­rich­tun­gen der vier Sen­der gerecht zu wer­den.

Viele Räume des Gebäudes vermitteln urbanes Lebensgefühl. Abbildung: Sebastian Dörken/Max Schroeder
Vie­le Räu­me des Gebäu­des ver­mit­teln urba­nes Lebens­ge­fühl. Abbil­dung: Seba­sti­an Dörken/Max Schroe­der

 

Facebook
Twitter
WhatsApp
Flipboard
Evernote
Xing
LinkedIn
E-Mail