Die Strategie „Raum-2035“ definiert die zukünftigen Lern- und Arbeitswelten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Das Architekturbüro Evolution Design hat auf dem FHNW Campus Brugg-Windisch ein Pilotprojekt realisiert, das neue, innovative Lehr- und Lernwelten erprobt.

Um die Attraktivität des Campus für die Studierenden und die Mitarbeitenden zu steigern, sind innerhalb der bestehenden offenen Lernzonen vier neue räumliche Module entstanden. Diese sollen neue Formen von Lehren, Lernen und Arbeiten ermöglichen.
- Coworking-Bereiche für individuelles und kollaboratives Lernen sowie gemeinsames Arbeiten während und ausserhalb des Unterrichts, mit Fokus auf Coaching, Austausch und Begleitung.
- Lounge für entspannten Austausch, kurze Pausen oder spontane Gespräche.
- Forum für Unterricht, Wissensaustausch, Diskussionen und Vernetzung.
- Focus-Zone für konzentriertes Lernen ohne Gespräche oder Telefonate.

Diese offenen und einladenden Bereiche bieten zahlreiche Möglichkeiten für die Studierenden und Dozenten, gemeinsam zu lernen, selbstständig und konzentriert zu arbeiten, zu unterrichten oder sich einfach zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Transformation im Bestandsbau
Die Herausforderung bestand darin, in einem Bestandsbau eine wirkungsvolle und nachhaltige Transformation umzusetzen, welche als sanfte architektonische Intervention und nicht als vollständige Renovation konzipiert werden musste. Bestehende Böden und Decken blieben erhalten, bauliche Eingriffe wurden vermieden. Es war deshalb ein Gestaltungsansatz gefordert, der durch eine gezielte Zonierung mittels Möbeln, kräftigen Farben, vielschichtiger Materialien, grosszügiger Begrünung und charakteristischen Grafiken die offene, kollaborative und zukunftsorientierte Kultur der FHNW im Raum hervorhob. Somit wurde für jedes Modul eine eigenständige Identität geschaffen, die den Raum belebt und zugleich die bestehende Architektur respektiert.

Räume mit hoher Anziehungskraft
Die ersten Monate seit der Eröffnung des Projekts haben gezeigt, dass die neuen Pilotmodule die Bedürfnisse der Studierenden treffen. Die Flächen sind stark frequentiert, werden intensiv genutzt und tragen zu einer hochwertigen Lehr- und Lernatmosphäre bei. Dieses Projekt zeigt, wie flexible und nachhaltige Räume geschaffen werden, die eine starke Anziehungskraft haben.







