Wir stellen vier Lösungen vor, die im Büro eher selten gesehen werden. Es geht um eine bewegliche Bank, eine Lösung zum Getränkekühlen, einen Vogel als Raumluftsensor und ein digitales Tool mit analoger Haptik. Vorhang auf für vier bemerkenswerte Produkte.

Surfbank von Kald: Bewegtes Sitzen ist im Office essenziell. Bei den Bürostühlen gibt es verschiedene Bauweisen und Mechaniken, um die Be-Sitzer zu bewegen und so gesunderhaltendes Arbeiten zu fördern. Einen Schritt in eine andere Richtung geht die Surfbank von Kald. Durch das Berühren ihrer beweglichen Teile wird ein Mechanismus ausgelöst. Die einzelnen Holzteile imitieren daraufhin eine Wellenbewegung, die bei Erreichen des Randes oder einer sitzenden Person die Richtung ändert und erst wieder abflacht, wenn die anfänglich zugeführte kinetische Energie aufgebraucht ist. Das bewegt zwar nicht den Sitzenden, soll aber Gespräche und Gedanken über Physik initiieren sowie beruhigend wirken. Ein innovatives wie ästhetisches Möbelstück zur Verschönerung von Lounge- und Aufenthaltszonen.

Nékojita Fufu von Yukai Engineering Inc.: Nékojita Fufu kombiniert zwei japanische Wörter: „Neko-jita“ (dt. „Katzenzunge“) ist ein Ausdruck, der Unverträglichkeit gegenüber heissem Essen beschreibt. „Fufu“ indes ist eine Lautmalerei, die das Geräusch gleichmässigen Pustens imitiert. Der zusammengesetzte Name bezeichnet einen Roboter des japanischen Unternehmens Yukai Engineering, der heisse Lebensmittel abkühlt. Aus einem Silikonkörper bestehend und mit einem USB-C-Anschluss zum Laden des Akkus versehen bläst Nékojita Fufu in sieben verschiedenen Modi über Essen und Getränke. In knapp drei Minuten wird heisses Wasser so um fast 20 Grad kühler – ohne Fufu sind es nur fünf Grad. Das Gadget lässt sich auf jeder Gefässwand mit einer Dicke von zwei bis sechs Millimetern platzieren.

Birdie von Birdie Scandinavia: Früher nahmen Bergleute Vögel mit in den Schacht. Hörten diese auf zu zwitschern, drohte schlechte Luft: Sauerstoffmangel oder zu viel Kohlenmonoxid. Diese Warnfunktion hat auch der zitronengelbe Birdie. Das Tool mit dem Vögelchen des dänischen Unternehmens Birdie Scandinavia misst den CO2-Gehalt der Innenraumluft und zeigt an, wann wieder gelüftet werden sollte. Überzeugend ist hier vor allem die Einfachheit: Jeder kann sofort erkennen, um was es geht. Es müssen keine Zahlen von Displays abgelesen oder Geräusche bzw. Lichtsignale interpretiert werden. Liegt der CO2-Wert im Raum zehn Minuten lang über 1’000 ppm (engl. parts per million), dreht sich das Vögelchen nach unten. Das heisst: bitte lüften. Fällt der Wert dann auf unter 800 ppm, richtet sich der Vogel wieder auf. Birdie kann die Luftqualität in einem Raum mit bis zu 100 m2 messen. Er besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik und lässt sich per USB aufladen.

Papersync von Papersync: Analoge Reminder wie Post-its helfen bei der Selbstorganisation, harmonieren aber leider nicht mit digitalen Kalendern und Projektmanagement-Tools. Daher wollten die drei Entwickler von Papersync mit ihrer Lösung das Beste aus Cloud und Papier vereinen. Papersync ist ein E-Paper-Display, das digitale Daten in Echtzeit abruft und für Nutzer sichtbar macht. Nach der Verknüpfung mit Diensten wie Google-, iOS- und Outlook-Kalender strukturiert und visualisiert das kabellose Device die Termine des (Arbeits-)Alltags. So bleibt mehr Zeit für die wichtigeren Dinge, da die digitale Ablenkung zum Beispiel durch ständige Blicke aufs Handy reduziert wird. Das E-Paper-Display ist 4,7 Zoll gross, der Akku läuft sieben Tage.






