Büroökologie: Tipps für nachhaltigen Workflow

Das The­ma öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit wird immer wich­ti­ger. Auch im Büro soll­te umwelt­freund­lich gear­bei­tet wer­den. Bosco J. Büe­ler und Tama­ra Rüdisüh­li von der Schwei­zer Initia­ti­ve Gesun­des Haus zei­gen, wie es gehen kann.

Ökologische Nachhaltigkeit lebt auch im Büro vom Mitmachen aller. Abbildung: Nielsen Ramon/Unsplash
Öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit lebt auch im Büro vom Mit­ma­chen aller. Abbil­dung: Niel­sen Ramon/Unsplash

Im 18. Jahr­hun­dert ent­stand der Begriff Nach­hal­tig­keit in der Forst­wirt­schaft. Es soll­te nur so viel Holz aus den Wäl­dern genom­men wer­den wie nach­wach­sen konn­te. Dar­aus ent­stand der Leit­ge­dan­ke, dass Bedürf­nis­se befrie­digt wer­den sol­len, ohne die Lebens­mög­lich­kei­ten künf­ti­ger Genera­tio­nen zu gefähr­den. Und die­ser Gedan­ke lässt sich auch auf Büro­din­ge anwen­den, da sie unse­re Umwelt bela­sten kön­nen. Das gilt für Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en, Möbel, Rei­ni­gungs­mit­tel und die Aus­füh­rung des Gebäu­des selbst. Ziel der Büro­öko­lo­gie ist es, gesund­heits­schä­di­gen­de Risi­ken und Umwelt­be­la­stun­gen zu mini­mie­ren. Fan­gen Sie ein­fach an.

Mit fairem Vorsatz für eine bessere Umwelt

Ach­ten Sie beim Kauf neu­er Gerä­te dar­auf, dass sie ener­gie­spa­rend sind. Nut­zen Sie mög­lichst mul­ti­funk­tio­na­le Gerä­te wie All-in-One-Drucker. Als Han­dys kann man zum Bei­spiel das Fair­pho­ne oder Shift­pho­ne ver­wen­den. Die­se wer­den unter fai­ren Arbeits­be­din­gun­gen her­ge­stellt und bela­sten die Umwelt nicht unnö­tig.

Spa­ren Sie Strom. Ver­set­zen Sie den Com­pu­ter in den Ruhe­zu­stand, wenn Sie den Schreib­tisch ver­las­sen. Der Ruhe­zu­stand auf einem Com­pu­ter kann bis zu 136 kg der CO2-Emis­sio­nen pro Jahr ver­mei­den. Eine Zeit­schalt­uhr stellt auto­ma­tisch Com­pu­ter, Moni­to­re und Drucker ab. Schal­ten Sie zusätz­lich das Licht in Räu­men und Gän­gen aus, die nicht genutzt wer­den. Brin­gen Sie für sol­che Räum­lich­kei­ten Bewe­gungs­mel­der an. Dadurch sen­ken Sie Beleuch­tungs­ko­sten um min­de­stens 15 Pro­zent.

Zwei sinnvolle Strategien: vermeiden und recyceln

Über­den­ken Sie Ihren Papier­be­darf. Die Her­stel­lung von Papier benö­tigt viel Ener­gie und Was­ser und ist umwelt­be­la­stend. Ver­wen­den Sie Recy­cling­pa­pier statt Neu­pa­pier, und opti­mie­ren Sie den Papier­ver­brauch. Aus­zu­drucken ist das, was unbe­dingt nötig ist. Am besten nur schwarz-weiss. Doku­men­te soll­ten stan­dard­mäs­sig dop­pel­sei­tig bedruckt wer­den. Zum Papier­ver­brauch wird geschätzt, dass jedes Jahr für je zehn Mit­ar­bei­ter 18 Bäu­me gefällt wer­den müs­sen.

Wer­den Sie zum Recy­cling-Pro­fi. Recy­celn Sie mehr als die bereits gän­gi­gen Werk­stof­fe wie Papier, Kar­ton, Weiss­blech, Alu, Bat­te­rien und PET. Eben­so kön­nen Pro­duk­te aus ver­schie­de­nen Kunst­stof­fen, Kork, Geträn­ke­kar­tons oder Kaf­fee­kap­seln gesam­melt wer­den. Mit jeder Ton­ne recy­cel­tem Papier wer­den etwa 17 Bäu­me geret­tet und 26’500 Liter Was­ser gespart.

Refill your mind – Der Vorteil des Nachfüllens

Kau­fen Sie Kaf­fee, Tee oder Früch­te als umwelt­freund­li­che und Fairtra­de-Pro­duk­te. Recher­chie­ren Sie gene­rell, ob Pro­duk­te aus recy­cel­ten, recy­cel­ba­ren oder erneu­er­ba­ren Mate­ria­li­en her­ge­stellt wur­den. Ver­zich­ten Sie auf Kaf­fee­ma­schi­nen mit Kap­sel­sy­stem, oder nut­zen Sie nach­füll­ba­re Kap­seln. Über­haupt ist Refill immer mög­lich und bes­ser als Ein­weg.

Sur­fen Sie nach­hal­tig: Durch Recher­chen, die man bei der Such­ma­schi­ne Eco­sia star­tet, finan­ziert das Unter­neh­men Baum­pflan­zun­gen in aus­ge­wähl­ten Auf­for­stungs­pro­jek­ten. So wird Tech­nik zum Dienst an der Natur.

Rüdisühli

Tama­ra Rüdisüh­li,

Hoch­bau­zeich­ne­rin und Bau­bio­lo­gin.

gesundes-haus.ch

Bosco bueler

Bosco J. Büe­ler,

Architekt/Baubiologe SIB/IBN.

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